Was Emotionen mit unserem Körper machen

13.03.2018

liebe und glück wärmen

Die Liebe und das Glück erwärmen unseren Körper

Wie beeinflussen Emotionen unseren Körper?

Schließe Deine Augen und denke ganz intensiv an jemanden, den Du liebst, sei es ein Mensch oder ein Tier. Wo fühlst Du diese Liebe?
Spürst Du Schmetterlinge in Deinem Bauch oder ein warmes Gefühl in Deiner Brust?

Ein Experiment: Wo spürst Du die Emotionen in Deinem Körper und wie?

Forscher aus Finnland machten ein interessantes Experiment. Sie befragten über 700 Teilnehmer aus Finnland, Schweden und Taiwan in mehreren Versuchen, wo genau sie verschiedene Emotionen im Körper spüren.
Dazu erhielten die Freiwilligen zwei Bilder eines Menschen als Silhouette auf einem Bildschirm. Sie sollten sich in 14 verschiedene Emotionen einfühlen. Dann sollten sie in die eine Silhouette malen, wo die jeweilige Emotion den Körper aktiviert, im zweiten Bild, wo die Emotion den Körper deaktiviert.
Nicht jede Person stellte jede Emotion gleich dar. Aber als die Forscher alle Bilder zusammen nahmen, offenbarten sich eindeutige Muster. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse in Proceedings of the National Academy of Sciences.

Karte der Emotionen

Die Teilnehmer malten Karten, wo im Körper sie einerseites die Grundemotionen fühlen (obere Reihe) und die komplexeren Emotionen (untere Reihe).     Warme Farben zeigen Regionen der Stimulation, kalte Farben zeigen deaktivierte Bereiche an.

Ergebnis:

Die meisten Grundgefühle wurden mit Empfindungen der erhöhten Aktivität im oberen Brustbereich verbunden, was wahrscheinlich Veränderungen der Atmungs-und Herzfrequenz entspricht.

Alle Emotionen teilten Empfindungen im Kopfbereich, was vermutlich auf physiologische Veränderungen im Gesicht zurückgeht, wie Aktivierung der Gesichtsmuskulatur, Hauttemperatur und Tränenfluss, als auch empfundene Veränderungen im Geist. Empfindungen in den oberen Gliedmaßen zeigten sich besonders bei Wut, Liebe und Glück, wohingegen verminderte Aktivität in den Gliedmaßen ein bestimmendes Merkmal der Trauer war.
Bei Ekel wurden vor allem Empfindungen im Verdauuungssystem und im Halsbereich gefunden.

Im Gegensatz zu allen anderen Emotionen war das Glückgefühl mit verbesserten Empfindungen über den ganzen Körper verbunden.

Diese Forschungsergebnisse demonstrieren noch einmal deutlich, wie sehr unser Geist, unsere Emotionen und unser Körper miteinander verbunden sind.
Unser Gehirn schickt unserem Körper in verschiedenen Situationen Signale, die zu unterschiedlichen physiologischen Veränderungen führen ohne dass wir darüber nachdenken. Diese körperlichen Empfindungen könnten unserem Geist auch dabei helfen, die Emotionen zu erkennen, die wir gerade verspüren.

Diese Forschung zeigt auch ein Stück, warum es gut ist, zu lächeln und zu lachen, einfach weil es unser Gehirn, unsere Stimmung und unser Allgemeinbefinden verbessern kann. Siehe auch hier

Die finnischen Forscher hoffen, dass diese Methode und diese Erkenntnisse als Werkzeug für die Emotionsforschung genutzt werden können.