Schenke dir lachend Anerkennung

08.09.2014

Manchmal ist es einfach an der Zeit, innezuhalten und sich selbst einmal Anerkennung und Lob zu schenken. Oft haben wir die Angewohnheit, von einer Sache zur nächsten zu laufen und wir nehmen uns nicht die Zeit, unsere Leistungen einmal zu feiern. Es ist einfach, ein Ziel zu erreichen, egal ob klein oder groß und sofort weiterzumachen, sich sofort auf das nächste Ziel zu richten ohne darüber nachzudenken, was ich gemacht habe. Weiter, weiter, weiter…..und das noch und das noch und das noch….

Schenk dir Extra-Zeit

Also hier der Vorschlag: praktiziere Extra-Zeit um dich an deinen Leistungen zu erfreuen. Bleibe einen Moment länger bei dir selbst, nimm wahr, was du gemacht hast. Und es spielt keine Rolle, ob es etwas Großes oder Kleines ist.
Du hast das Haus geputzt? Klatsche ein „Sehr gut, sehr gut, yeah!“, lächle, atme tief durch, schau dich um und sieh, was du alles gemacht hast und spüre das Gefühl der Anerkennung und lächle.
Du hast ein tolles Seminar abgehalten? Atme tief durch, schau dich um, spüre das Gefühl der Anerkennung und lächle oder lache.
Du hast ein großes Projekt auf der Arbeit fertiggestellt? Atme tief durch, schau dich um, hebe beide Arme neben deinem Körper mit einem langgestreckten „Eeeehhhhh“ Laut und ziehe die Ellbogen ruckartig mit einem lauten und energischen „Jaaa“ nach unten.
Du hast dir die Zeit genommen und dich um einen anderen Menschen gekümmert? Atme tief durch, schau dich um, flüstere dir zu: „Gut gemacht!“ und lächle.
Das Gehirn erinnert sich leichter an Ereignisse, die mit starken Emotionen gekoppelt sind, daher ist es gut, das Gefühl der Anerkennung und Freude wirklich bewusst zu spüren und zu lächeln.

Löse dich vom Fehler-Denken

Viele Menschen unterschätzen die kleinen Dinge, die sie jeden Tag machen. Wir nehmen vieles als selbstverständlich. Dagegen erinnern wir uns häufig gut an unsere Fehler und Misserfolge.
So erscheint es uns, als hätten wir viel mehr auf der negativen Seite verbucht.
Sicher ist es auch sinnvoll, seine Fehler zu sehen, um daraus zu lernen. Oft aber kreisen wir um sie oder machen uns sogar Vorwürfe. Ein Festhalten an den negativen Dingen, an Gefühlen des Versagens, an Fehlern, die nun mal im Leben passieren, zieht unsere Lebenskraft ab, schwächt unser Selbstwertgefühl, unser Vertrauen, unsere Kreativität und Motivation, macht uns unter Umständen sogar krank. Im Lachyoga gibt es eine ganze Reihe von Übungen, die uns „erlauben“ Fehler zu machen, so dass wir uns von einer negativen Selbstbewertung lösen können.

Erstelle eine Positiv- Liste und gehe in die Tiefe:

Es ist wichtig, deine Erfolge mindestens ebenso wahrzunehmen und zu feiern wie deine Fehler.
Das kannst du einerseits machen, indem du im Anschluss an einen Erfolg innehältst und dir Anerkennung gibst, s.o..

Eine weitere Möglichkeit ist, eine Liste zu erstellen und aufzuschreiben, was du im Leben erreicht hast. Und damit weiter in die Tiefe zu gehen, indem du auch wahrnimmst, was dir dadurch möglich geworden ist.
Zum Beispiel hast du einen Schulabschluss geschafft, du hast dadurch eine gute Arbeit gefunden, du konntest dir eine bessere Wohnung leisten und eine Familie gründen.
Oder du hast eine Lachyoga Ausbildung gemacht, dann einen Lachclub gegründet, neue Fertigkeiten und Eigenschaften an dir entdeckt, neue Freunde gefunden, deine Gesundheit verbessert, usw.
Du hast einen Garten angelegt, du kannst deine Familie und dich selbst mit gesundem Gemüse versorgen, hast vielen Tieren einen Lebensraum beschert, kannst Menschen mit Blumen erfreuen, du hast dir einen Ausgleich geschaffen zu du deiner Arbeit und kommst an die frische Luft…
Als Kind hast du Rad fahren gelernt und nicht nur das, auch Ausdauer. Immer wieder bist du umgefallen, aber du hast solange weitergemacht, bis du es beherrscht hast. Durch das Rad fahren konntest du deinen Bewegungsspielraum vergrößern, du hast neue Orte entdeckt und neue Menschen. Du hast gemerkt, dass du technisch begabt bist und Dinge reparieren kannst, usw.

Erinnere dich bewusst.

Umgib dich mit Dingen, die dich an deine Erfolge erinnern. Fotos, Artikel, Trophäen und andere Dinge, die dir als Anker dienen und deine Aufmerksamkeit auf das Positive in deinem Leben lenken.
So schaffst du dir eine Quelle von positiven Ankern, die dich hochziehen, wenn du dich einmal nicht so gut fühlst oder nur an deine Fehler denkst. Außerdem traust du dich dann mehr.
Dies ist kein selbstsüchtiger oder egoistischer Akt. Indem du dir die Zeit nimmst, innezuhalten und anzuerkennen, was du erreicht hast, manchmal leichter, manchmal schwerer, schaffst du dir eine Basis für ein zufriedeneres, glücklicheres und erfüllteres Leben und du wirst auch attraktiver für andere, denn Menschen mögen Menschen mit einem gesunden Selbstwertgefühl.

Einige Lachyogaübungen dazu:

Bilder:
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